Der zuverlässigste Weg: eine Farbe für alle festlegen, den Schnitt aber jeder selbst überlassen. So wirkt die Gruppe auf Fotos einheitlich, und jede trägt etwas, in dem sie sich den ganzen Tag wohlfühlt. Identische Kleider an unterschiedlichen Figuren sehen dagegen selten bei allen gleich gut aus.
Das Wichtigste auf einen Blick
| Entscheidung | Empfehlung | Grund |
| Farbe | Eine Farbe für alle | Einheit auf Gruppenfotos |
| Schnitt | Frei wählbar | Jede Figur braucht anderes |
| Stoff | Für alle derselbe | Glanzgrad muss zusammenpassen |
| Länge | Einheitlich lang oder midi | Gemischte Längen wirken unruhig |
Merkregel: Legen Sie die Farbe 5 bis 6 Monate vor der Hochzeit fest und lassen Sie 2 bis 3 Wochen für Änderungen. Bei mehreren Personen lohnt ein gemeinsamer Bestelltermin, damit alle Kleider aus derselben Färbecharge kommen.

Wie finden Sie eine Farbe für alle?
Vom Farbkonzept der Hochzeit ausgehen
Die Farbe der Brautjungfernkleider ist selten eine freie Entscheidung – sie ergibt sich aus Blumen, Papeterie und Location. Legen Sie deshalb zuerst das Gesamtkonzept fest und wählen Sie die Kleiderfarbe danach.
Als Orientierung funktioniert ein Ton, der in den Blumen vorkommt, aber nicht der dominanteste ist. So ergänzen sich Strauß und Kleider, statt zu konkurrieren.
Töne, die vielen Untertönen stehen
Manche Farben funktionieren bei sehr unterschiedlichen Hauttönen gleichermaßen: Altrosa, Salbeigrün, Champagner, Staubblau und Bordeaux gehören dazu. Sie liegen in der Mitte zwischen warm und kühl und benachteiligen niemanden.
Schwieriger sind sehr helle Gelbtöne und kräftiges Orange, weil sie bei kühlen Untertönen schnell fahl wirken. Wenn Ihnen diese Richtung wichtig ist, wählen Sie eine abgedunkelte Variante.
Ton in Ton statt exakt gleich
Eine zunehmend beliebte Lösung: Alle tragen dieselbe Farbfamilie, aber in leicht unterschiedlichen Abstufungen – von hellem Altrosa bis zu tiefem Mauve. Das wirkt auf Fotos lebendiger als vier identische Kleider.
Wichtig ist dabei, dass der Stoff derselbe bleibt. Unterschiedliche Materialien reflektieren verschieden und lassen die Abstufungen zufällig aussehen.
Abgleich mit der Brautmutter
Stimmen Sie die Farbe kurz mit der Brautmutter ab, damit sie nicht in einem sehr ähnlichen Ton erscheint. Traditionell wählt die Braut zuerst, danach die Brautjungfern, zuletzt die Mütter – diese Reihenfolge erspart die meisten Rückfragen.
Welche Schnitte funktionieren für unterschiedliche Figuren?
Warum ein Schnitt für alle selten aufgeht
Ein Trägerkleid, das an einer Person perfekt sitzt, kann bei größerer Oberweite ohne Halt sein. Eine enge Silhouette, die an einer Person elegant wirkt, ist für eine schwangere Brautjungfer unbequem.
Deshalb ist es praktikabler, Farbe und Stoff vorzugeben und den Schnitt freizustellen – das Ergebnis wirkt trotzdem als Einheit.
Vier Schnitte, die fast immer funktionieren
A-Linie mit Trägern, Wickeloptik, Empire-Taille und ein schlichtes Etuikleid decken die meisten Figuren ab. Wer möchte, kann diese vier als Auswahl vorgeben – damit bleibt die Entscheidung überschaubar und trotzdem individuell.
Empire funktioniert dabei auch in der Schwangerschaft, was die Auswahl entspannt, wenn sich bis zur Hochzeit noch etwas ändert.
Ärmel und Träger als Wahlmöglichkeit
Lassen Sie jede selbst entscheiden, ob sie trägerlos, mit Spaghettiträgern, breiten Trägern oder Ärmeln tragen möchte. Das ist der Punkt, an dem Komfort am stärksten auseinandergeht.
Für Trauungen in der Kirche ist zusätzlich ein Bolero oder eine Stola sinnvoll – idealerweise im selben Ton für alle.
Achten Sie bei trägerlosen Modellen auf eine gut gearbeitete Korsage mit Stäbchen. Brautjungfern stehen, tragen Blumen und umarmen den ganzen Tag Gäste; ein Oberteil ohne Halt wird dabei zum Dauerthema.
Länge einheitlich halten
Anders als beim Schnitt lohnt sich bei der Länge Einheitlichkeit. Vier bodenlange Kleider oder vier Midi-Kleider wirken geschlossen, eine Mischung dagegen zufällig.
Orientieren Sie sich bei der Entscheidung an der Location. Bodenlang passt zu Kirche, Saal und Abendfeier, Midi ist bei Trauungen im Freien praktischer, weil der Saum nicht über Rasen und Kies schleift.
Wenn eine der Brautjungfern deutlich kleiner oder größer ist als die anderen, gleichen Sie das über die Absatzhöhe aus, nicht über eine abweichende Länge. So bleibt die Linie auf Fotos einheitlich.
Worauf sollten Sie bei Organisation und Kosten achten?
Wer zahlt was
In Deutschland ist es üblich, dass Brautjungfern ihr Kleid selbst bezahlen – anders als im angloamerikanischen Raum wird die Rolle hier aber auch seltener formell vergeben. Klären Sie das früh und offen, bevor Sie eine Preisklasse festlegen.
Ein Budgetrahmen, den alle mittragen können, ist wichtiger als das schönste Kleid. Wie stark Anlass und Erwartung bei einer festlichen Kleiderordnung auseinandergehen können, lohnt vorab einen Blick.
Gemeinsam bestellen
Bestellen Sie nach Möglichkeit alle Kleider gleichzeitig. Stofffarben können zwischen Produktionschargen minimal abweichen, was bei nebeneinanderstehenden Personen auffällt.
Sammeln Sie dafür vorab alle Maße – Brust, Taille, Hüfte und Körpergröße mit der geplanten Absatzhöhe.
Eine gemeinsame Tabelle spart dabei viel Hin und Her. Jede trägt ihre vier Werte selbst ein, und Sie bestellen anschließend in einem Durchgang, statt Maße einzeln per Nachricht einzusammeln.
Zeitpuffer für Änderungen
Rechnen Sie damit, dass mindestens die Hälfte der Kleider angepasst werden muss. Saum und Taille sind die häufigsten Punkte, beides ist unkompliziert, braucht aber einen Termin beim Schneider.
Legen Sie den spätesten Anprobetermin gemeinsam fest, statt es jeder selbst zu überlassen. Vier Personen, die unabhängig voneinander planen, landen erfahrungsgemäß alle in derselben letzten Woche vor der Hochzeit – und genau dann sind Schneidereien ausgebucht.
Was Sie den Brautjungfern vorab sagen sollten
Nennen Sie Farbe, Stoff, Länge, Budgetrahmen und Zeitpunkt – mehr Vorgaben braucht es nicht. Je klarer dieser Rahmen, desto weniger Rückfragen entstehen später.
Hilfreich ist zusätzlich ein Link auf zwei oder drei konkrete Modelle als Beispiel. Das zeigt den gemeinten Ton und Stoff deutlich besser als eine Farbbezeichnung, denn „Altrosa“ stellt sich jede etwas anders vor.
Was Sie dagegen nicht vorgeben müssen: Schuhe, Schmuck und Frisur. Diese Details darf jede selbst entscheiden – sie fallen auf Gruppenfotos kaum ins Gewicht, sorgen bei Vorgaben aber häufig für Unmut.
Warum bei babyonlinedress alle Maße einzeln angegeben sind
Wenn mehrere Personen dasselbe Modell in unterschiedlichen Größen bestellen, entscheidet die Maßtabelle über das Ergebnis. Eine Konfektionsgröße allein sagt zu wenig, wenn Brust und Hüfte bei den Beteiligten unterschiedlich ausfallen.
Wir geben deshalb zu jedem Modell die konkreten Maße für Brust, Taille und Hüfte an. In EU-Größen von 34 bis 46 wählt jede nach ihren gemessenen Werten und orientiert sich im Zweifel am größten der drei.
Für die Länge nennt jede ihre Körpergröße inklusive Absatzhöhe. Bei bodenlangen Modellen ist das der Wert, der über ein einheitliches Bild in der Gruppe entscheidet.
Passende Kleider aus unserem Shop
Sechs Modelle in Farben, die vielen Untertönen stehen – alle aus Chiffon, damit der Glanzgrad zusammenpasst.
Rosa Brautjungfernkleid aus Chiffon – weicher Ton, fällt fließend.
Mintgrünes Kleid – frischer Ton für Feiern im Frühjahr und Sommer.
Weinrotes Brautjungfernkleid – tiefer Ton für Herbst- und Winterhochzeiten.
Hellblaues Kleid – Staubblau steht kühlen wie warmen Untertönen.
Korallfarbenes Kleid – wärmerer Ton für Sommerhochzeiten im Freien.
Helles Kleid in Blau – zweite Abstufung für ein Ton-in-Ton-Konzept.
Die vollständige Auswahl finden Sie unter Brautjungfernkleider. Passende Modelle für die übrigen Gäste gibt es bei Kleidern für Hochzeitsgäste.
Was die Gäste abseits des Brautjungfern-Teams tragen, klärt unser Beitrag zum Kleid für Hochzeitsgäste.
Das komplette Sortiment finden Sie auf Babyonlinedress.de.
Häufige Fragen
Müssen alle Brautjungfern dasselbe Kleid tragen?
Nein, eine gemeinsame Farbe und derselbe Stoff reichen für ein einheitliches Bild. Den Schnitt sollte jede nach ihrer Figur wählen dürfen.
Welche Farben stehen den meisten?
Altrosa, Salbeigrün, Champagner, Staubblau und Bordeaux funktionieren bei sehr unterschiedlichen Hauttönen. Helles Gelb und kräftiges Orange sind dagegen schwieriger.
Sollten die Längen einheitlich sein?
Ja, bei der Länge lohnt sich Einheitlichkeit. Vier bodenlange oder vier Midi-Kleider wirken geschlossen, eine Mischung wirkt zufällig.
Wer bezahlt die Brautjungfernkleider?
In Deutschland zahlen Brautjungfern ihr Kleid meist selbst. Klären Sie das früh und legen Sie einen Budgetrahmen fest, den alle mittragen können.
Warum sollte man gemeinsam bestellen?
Stofffarben können zwischen Produktionschargen minimal abweichen. Bei nebeneinanderstehenden Personen fällt das auf, deshalb lohnt eine gemeinsame Bestellung.
Wo finde ich Brautjungfernkleider in verschiedenen Größen?
Unsere Auswahl gibt es in EU-Größen von 34 bis 46, zu jedem Modell mit Maßen für Brust, Taille und Hüfte. So kann jede nach gemessenen Werten wählen.
Über die Autorin
Lisa Müller schreibt seit mehreren Jahren über Brautmode, Abendmode und festliche Anlässe und beschäftigt sich vor allem mit Passform, Silhouetten und Stoffkunde. Ihr Fokus liegt darauf, wie Schnitt, Material und Maßarbeit ein Kleid im echten Leben wirken lassen – nicht nur auf dem Produktfoto.





